Verliebt, Verlobt, Verplant? – Podcast: Interview mit Nadia Meli

 In Podcast

Podcast 5

 

MR: Herzlich willkommen zur neuesten Folge von Verliebt, verlobt, verplant? Heute mit einem echten Highlight auf das ich mich schon lange freue. Im Interview heute Nadia Meli, eine der Top Hochzeitsfotografinnen Deutschlands und Europas.

Nadia hat einen italienischen Pass, lebt in Deutschland und ist im Herzen Weltbürgerin. Ihr Traum ist es in einem Cottage in Cornwall zu leben. Sie ist nach eigener Aussage eine Umarmerin und mag Menschen die zurückumarmen. Seit 2010 fotografiert Sie weltweit Hochzeiten, im speziellen schlägt Ihr Herz für kleine Hochzeiten und Elopements an wunderschönen Orten um den Globus verteilt.

 

Ihr Stil ist stark von Ihrer Vision und Ihrer Bestimmung beeinflusst: Sie möchte Menschen das Gefühl geben dass sie geliebt und zugehörig sind, indem Sie ihre Schönheit zeigt. Ihre eigene, die Schönheit ihrer Geschichte, die Schönheit der Menschen die sie lieben…. Sie glaubt daran dass Schönheit einfach sichtbare Liebe ist und um das zu zeigen benutze Sie die Fotografie.

 

Ja zunächst einmal ein dickes Dankeschön an dich. Ich bin wirklich sehr sehr happy, dich interviewen zu dürfen.

 

NM: Ja ich hab zu danken!

 

MR: und damit meinen Zuhörern die Möglichkeit zu geben, an deinem umfangreichen Wissensfundus und an deine Expertise teilhaben zu dürfen. Aber auch ich selbst werde eine Menge lernen. Also erst mal herzlich willkommen.

 

NM: dankeschön. No pressure!! Danke dass ich dabei sein darf ich freu mich total.

 

MR: Cool. Mit kleiner wichtige Frage vorab: Bei dir weiß man das ja nie so genau, wo erwische ich dich denn überhaupt gerade?

 

NM: mit meinem Körper?

 

MR: sowohl als auch. Geistig bist du wahrscheinlich noch in London. Ich habe das ein bisschen auf SNAP-Chat verfolgt.

 

NM: Mein Körper ist gerade in Deutschland, Ich sitze gerade in meiner Wohnung in Stuttgart. Mein Herz ist aber noch in London und mein Gehirn ist in der Schweiz, wo wir nachher hinfahren, heute Abend. Weil wir da eine Hochzeit haben Morgen. So sieht es gerade aus.

 

MR: Ich hatte gerade schon ein gar nicht so kurzes Intro zu dir gegeben und zu deinem fotografischen schaffen. Aber erzähl uns doch noch mal ein bisschen ausführlicher: wie bist du zur Fotografie gekommen, zur Selbstständigkeit und deinem offensichtlichen Traumberuf? Wie sich das so ergab?

 

NM: ja, definitiv. Wie bin ich dazugekommen? Lange oder kurze Geschichte? Ich Versuchs mal mit dem Mix. Ich versuche mal die Mischung zu machen. Also wie bin ich dazu gekommen? Ich war schon immer ein Künstler im Herzen Ich denke, dass man bestimmte Neigungen schon bei Kindern sehen kann, diese aber später verschüttet werden. Weil ich habe als Kind immer etwas Künstlerisches gemacht. Ich habe ganz viel gezeichnet, gemalt, ganz viel erschaffen. Das machen Kinder natürlich sowieso. Das ist Standard das Kinder viel erschaffen und malen und so weiter. Es war aber bei mir nie altersgerecht. Die Sachen, die ich gemalt und gezeichnet habe, sahen nie so aus, als wenn es eine fünfjährige malt, sondern die sahen immer schon irgendwie weiter aus. Meine Eltern haben das aber gottseidank gesehen und gefördert. Sie haben mich zum Beispiel auf eine Kunstschule geschickt und haben alle meine Kunstwerke im Haus verteilt. Die waren da gut dahinter und ich weiß dann aber nicht was dann passiert ist. An Vielem ist auch die Schule schuld, dass viel verschüttet wurde, weil in der Schule, zumindest in die, in die ich gegangen bin, da zählt Kunst nichts. Das kennst du vielleicht auch als Musikbegeisterter. Die wichtigen Fächer sind eben nicht die musischen Sachen, sondern die wichtigen Fächer sind die anderen Sachen und ich habe dann in der Kindheit, in der Jugendzeit, das Gefühl gehabt, dass ich dumm bin. Weil du in den Dingen die wichtig sind, z. B. Mathematik, Chemie, Physik, da kannst du es halt nicht bringen Aber deswegen wird nie was aus dir. Ganz dramatisch gesagt.

 

MR: Ich habe schon gesehen das Chemie und Mathe nicht deine Favoriten sind.

 

NM: Nein. Überhaupt nicht. Ja. Das hat sich irgendwie gelegt und ist verschüttet gegangen und irgendwann so zwischendrin so circa vor 15 Jahren, da hat das aufgehört. Ich habe nichts mehr Künstlerisches gemacht. Und habe nur so vor mich hingedümpelt und hab nicht gewusst, was ich mit mir anfangen soll. Und ich wusste auch nicht, in welche Richtung ich beruflich gehen sollte. Ich habe erst den Realschulabschluss gemacht. Dann habe ich das Abitur gemacht. Weil ich es hinauszögern wollte, die Entscheidung, was ich machen soll mit meinem Leben.

 

MR: konnte man denn wenigstens bei dir einen Kunst LK belegen?

 

NM: Leider nein. Und bei dir an der Schule? Gab es da was?

 

MR: Ja ich glaube tatsächlich da gab es was! Obwohl ich jetzt nicht so künstlerisch mit zeichnen und malen war. Deswegen war das keine Option für mich. Ich habe dafür Deutsch und Englisch genommen.

 

NM: Ja. Kunst ist aber nicht nur Malen und so! Musik ist ja auch Kunst. Und ganz viele andere Dinge sind auch Kunst, die wir vielleicht nicht so klassisch als Kunst definieren. Es war ganz schwierig bei uns. Es gab eine Kunst-AG, aber, weil es nur fünf Interessenten gab, wurde sie dann nicht gemacht. Dem Lehrer war es dann zu blöd und dann ist es einfacher ausgefallen. Also ganz schade. Und dann habe ich das Abitur beendet und dann bin ich nach England gegangen. So hat es angefangen im Prinzip. Für 1,5 Jahre nach England für ein FSJ. Und bevor ich gegangen bin, haben meine Eltern mir eine Kamera geschenkt. Jetzt nicht so das geilste Teil. Das war so eine ganz kleine Digitalkamera. Eine der ersten die damals rauskramen. So eine kleine aus dem Penny Markt und diese haben sie mir mitgegeben, als Geschenk und damit habe ich angefangen zu fotografieren. Ich habe vorher noch niemals fotografiert. Also ich war 20 als ich nach England gegangen bin.

 

MR: Wahnsinn. Für DEN Moment, kannst du deinen Eltern heute immer noch dankbar sein. Für das Geschenk.

 

NM: Das war unglaublich wichtig irgendwie, Ich wusste selber nicht was daraus wird. Ich habe mit dieser Kamera alles fotografiert, In meiner Zeit dort in England: Meine Arbeit, meine Freunde, meine Freizeit. Es waren mehr so Touri – Schnappschüsse, aber da hat also dieses Feuer angefangen. Und dann kam ich nach Deutschland zurück und ich wusste nicht genau wohin und was ich studieren sollte, oder eine Ausbildung machen sollte, oder irgendetwas. Also ich war immer noch nicht großartig weiter und habe dann Theologie studiert und mich da für das Studium angemeldet und ich habe immer noch mit der kleinen Kamera ein bisschen fotografiert und die ist dann kaputtgegangen und während des Studiums habe ich dann nicht mehr viel Kreatives gemacht. Das Studium war sehr hart intensiv und trocken.

 

MR: Hast du es auch zu Ende gebracht?

 

NM: Ich habe es zu Ende gebracht. Ich habe einen Bachelor in Theologie. Das ist beendet worden. Es war auch eine gute Zeit, Aber es war halt nicht so viel los im kreativen Bereich und da kam wieder jemand in meinem Leben, beziehungsweise die Person war schon in meinem Leben, aber das war wieder so ein Event, wie das was meine Eltern für mich gemacht hatten. Und zwar hat eine meiner engsten Freundinnen, die meine Situation kannte, mit der hatte ich darüber gesprochen, wie es mir geht und was mir fehlt; und eines Tages stand sie vor meiner Tür mit einem Paket und da war die Canon 450 D drinnen und die hat sie mir dann überreicht. Die hat sie mir einfach geschenkt. Sie hat gesagt, das brauche ich jetzt. Das ist für meine Künstler-Seele, damit diese nicht verkümmert. Sie hat wohl irgendetwas gesehen in mir, was ich vielleicht noch nicht so erkannt hatte. Auf jeden Fall war das so der Startschuss. Danach habe ich auch endlich angefangen Menschen zu fotografieren, nachdem ich die Kamera bekommen hatte und habe mich wirklich intensiv damit beschäftigt: Wie funktioniert die, was kann die, was kann ich mit der Kamera alles machen? Ich habe jeden gefragt: alle meine WG-Bewohner, alle meine Kommilitonen und deren Freunde. Jeder der sich nicht gewehrt hat, den habe ich fotografiert.

 

MR: also zweimal Wink des Schicksals ja? Einmal durch deine Eltern, mit der billigen Kamera und dann durch deine Freundin die den nächsten Wink des Schicksals gegeben hat. Und dann ging es ja richtig los! Wenn man tatsächlich mal den Fast Forward Button drückt ist es ja heute echt an einer Stelle angekommen ( zu den Hard Facts zu dir kommen wir später), wo du echt deinen Traumberuf lebst und das mittlerweile ja auch gemeinsam mit deinem Mann umsetzt. Was sind da aus deiner Sicht für ein Hochzeitspaar entscheidende Vorteile? Es geht jetzt gar nicht darum ob Mann oder Frau?! Das bringt jetzt noch einen zusätzlichen Aspekt rein, aber allgemein das ich meine Hochzeit aus zwei Blickwinkeln festhalten lasse. Was ist da der große Vorteil aus deiner Sicht?

 

NM: Der Vorteil ist, dass EIN Fotograf natürlich nicht überall sein kann und das dann zwei Leute mehr sehen und mehr festhalten können, als nur eine Person. Also das ist schon mal ganz offensichtlich. D.h. als Hochzeitspaar was ein Fotografen-Paar bucht, habe ich am Ende einfach mehr Variationen von den Bildern. Ich habe mehr Momente, Weil eben zwei Menschen an zwei unterschiedlichen Stellen zur gleichen Zeit sein können. Und ein Fotograf kann halt nur an einer Stelle sein in diesem Moment, d.h. zwar nicht das ee schlechter ist, aber es ist ein Vorteil und ein Plus, wenn man die Sache aus zwei Blickwinkel fotografiert haben kann. Es ist auch schon im Umgang mit unseren Kunden, einfach weil wir zu Zweit sind. Wir Zwei sind ein Paar und unsere Kunden sind ein Paar und das ist für die natürlich auch ganz schön und ganz angenehm. Ich kann mit der Braut viel interagieren und Eddie interagiert ganz viel mit dem Bräutigam und seinen Jungs und das ist so eine Atmosphäre wie bei Freunden. Es ist schön, wenn zum Beispiel ich mir keine Gedanken machen muss, wie ich mich zum Beispiel mit dem Bräutigam unterhalten soll. Ich weiß das die Chemie da ist, weil der Eddy da ist. Weil der kümmert sich um die Männer und ich kann mich um die Frauen kümmern. Und andersrum genauso. Der Eddy muss ich nicht abkrampfen und versuchen irgendwie die Mädels zu unterhalten, sondern jeder hat so ein bisschen seinen Bereich und das ist ganz angenehm, glaube ich für das Hochzeitspaar eben ein Fotografen-Pärchen da zu haben an der Hochzeit.

 

MR: Und dann natürlich wirklich so entscheidende Momente, wie die Trauung in der Kirche, etc. Das dann tatsächlich aus verschiedenen Blickwinkeln im Nachhinein noch mal zu sehen, weil das Paar hat es nur aus den eigenen Augen raus erlebt.

 

NM: Ja das ist in der Tat schön. Zum Beispiel bei dem Einmarsch in die Kirche. Da stehe ich vorne und fotografiere die Braut von vorne wie sie reinkommt und der Eddy fotografiert halt oft von hinten, was halt auch immer ein toller Shot ist, oder von oben, oder von der Seite. Er kann sich da austoben und dann den kreativen Winkel finden, gerade wo ich als Hauptfotograf die Safe Shots haben muss, die man auf jeden Fall im Kasten haben muss und da kann Eddy den kreativen Winkel suchen und das ist eine extreme Bereicherung für mich.

 

MR: Abgesehen davon, dass Ihr natürlich als paar im Zweifel besser harmoniert und auf einander eingespielt seid, als wenn jetzt eine Fotografin sage ich mal mit einem Assistenten kommt und der Assistent auf Halbjahresbasis im Zweifel häufiger mal wechselt. Ihr seid ja dann ein eingespieltes Team

 

NM: Es ist auch echt schön, weil wir so viel Zeit miteinander verbringen.

 

MR: Ein positiver Seiteneffekt für euch.

 

NM: Auf jeden Fall. Das ist so ein Vorteil, weil sonst würde man sich nicht so sehr viel sehen das ist Auf jeden Fall super super schön.

 

MR: zumal es wäre ja nicht so, dass einer fotografiert in Düsseldorf und der andere fotografiert in Köln und man würde sich 3 Stunden später Wieder sehen, sondern ihr seid ja echt round the globe überall verteilt. Typmäßig nehme ich das als DJ so wahr, dass es da wirklich unterschiedliche Typen von Fotografen gibt. Ich nehme das meistens erst Abends wahr, wenn eben mein Einsatz startet beim Essen. Aber da gibt es wirklich so vorm Choreo – Fotografen – der sehr präsent ist, der dir sagt, warst du zu tun hast, so nach dem Motto: halt doch mal den Kopfhörer ans Ohr. Das ist ein Foto was ich immer verweigere, weil ich das immer ganz schlimm finde – bis zum Stillen Beobachter, wo du hinterher sagst: oh habe ich gar nicht mitbekommen, dass das passiert ist. Das finde ich immer sehr reizvoll. Wo würdest du dich auf dem Spektrum einordnen?

 

NM: Wie sehr nerven dich denn in die Choreo Fotografen?

 

MR: Das erzähle ich dir mal im Anschluss an das Gespräch. Ich nehme das teilweise wirklich als eher anstrengend wahr, weil das manchmal dann auch so ein bisschen „roter Teppich mäßig“ daherkommt, wenn jemand 30 cm Zentimeter vor meinem Kopf ist und innerhalb von 20 Sekunden zehn Fotos schießt. Also ich empfinde das eher als unangenehm um ehrlich zu sein.

 

NM: Ja? Wo bin ich auf diesem Spektrum? Ich würde sagen Ich persönlich bin irgendwo in der Mitte. Weil ich bin weder dass eine Extrem, noch das andere Extrem. Das hängt davon ab, um welchen Teil der Hochzeit es gerade geht. Also zum Beispiel beim Reportage Teil, zum Beispiel während der Trauung, oder während der Abendfeier da sage ich überhaupt nichts. Da erlaube ich mir überhaupt nicht irgendwo einzugreifen, weil es absolut nicht passt bei diesen Teilen des Tages. Bei der Vorbereitung der Braut und des Bräutigams zum Beispiel vor der Trauung, bevor es losgeht, da ist es gemischt da bin ich zum Beispiel Choreo Fotograf und gleichzeitig auch stille Beobachterin. Ich fange es so ein, wie es passiert; wenn sie sich anzieht; wie sie mit den Freundinnen redet; oder mit der Mutter. Aber ich choreografiere auch viel. Manchmal räume ich Sachen weg, die mich sehr stören im Bild. Wenn da zum Beispiel irgendwelche Aldi Tüten sind. Also hoffentlich nicht, aber kann ja sein.

 

MR: Ich meine natürlich jetzt auch die, die mal so sagen: so jetzt stellen sich mal 20 hintereinander auf und 1,3,5 und 7 gucken links raus und 2,4,6,8 gucken rechts raus. Also die immer sehr bestimmen was die, die gerade fotografiert werden, zu tun haben und sich dadurch aus meiner Sicht nicht immer natürliche Fotos ergeben. Also das meinte ich mit Choreo Fotograf. Dass man natürlich auf das Gesamtbild achtet und sagst, da ist noch ein Mülleimer im Bild, den sollten wir mal zur Seite stellen ist klar.

 

NM: So mache ich das nicht. Ich sage den Leuten auf den Bildern nicht so extrem was sie zu tun haben. Wie gesagt ich gehe hin und wieder vielleicht bei der Vorbereitung oder beim Porträt Shooting, da bin ich mehr involviert. Da bin ich mit in der ersten Reihe, an vorderster Front und da interagiere ich mehr mit den Leuten und sage was wir jetzt machen oder wie wir das jetzt machen, aber dennoch auf eine sehr einfache und subtile Art und Weise. Also wer meine Fotos kennt hier von den Zuhörern, der weiß, dass meine Bilder auch überhaupt nicht danach aussehen, als hätte sie irgendjemand choreografiert. Von daher, also ich bin irgendwo dazwischen, Aber selbst wenn ich choreografiere ist es immer sehr Easy-Going. Also nicht immer irgendwie total anstrengend oder so. Nein könnte ich nicht. Ich bin auch nicht so, denn die Ergebnisse, die ich erzielen will, die sind auch nicht so, deswegen passt es auch nicht wirklich zu mir.

 

MR: Du bist ja gerade schon ein bisschen auf das Thema eingegangen. Deine Art zu fotografieren, beziehungsweise da gehen die unterschiedlichen Ziele ja auch in verschiedene Richtungen, was auch o. k. ist, weil es ist sicherlich die Aufgabe des Brautpaares, was zu Ihnen und Ihren Vorstellungen passt. Wie würdest du deinen Stil beschreiben und inwiefern unterscheidest du dich da von anderen Fotografen?

 

NM: Meinen Stil würde ich beschreiben als sehr mühelos. Sehr einfach, schlicht, mühelos fröhlich. Ja. Und ich weiß das Wort benutzt natürlich jeder Hochzeitsfotograf – klar. Das ist schlimm. Aber deshalb versuche jetzt zu umschreiben mit schlicht und einfach und mit mühelos. Ich möchte das meine Bilder eben nicht angestrengt aussehen, als würde es so aussehen als hätten die Leute auf den Bildern schwer zu arbeiten, damit es entsteht. Ja sie sollen einfach einfach aussehen und glücklich. Dass sie SO rüber kommen die Bilder. Bis zu einem gewissen gerade schaff ich das auch immer und es gibt natürlich immer noch Luft zur Verbesserung und mich zu steigern. Was mich oder uns unterscheidet von anderen; der Eddy und ich wir fotografieren auch unterschiedlich. Eddy ist im Hintergrund gerne Reportage-Fotograf und ich bin jemand der gerne sehr sehr nah dran ist an den Menschen und ich bin bei meinen Paaren auch sehr nah dran und gottseidank vertrauen Sie mir auch, sonst wäre das so nicht möglich. Aber was mich unterscheidet von anderen Fotografen ist einmal meine Vision, weil ich ganz genau weiß warum ich fotografiere. Ich weiß das wrum ich meine Arbeit mache. Dass ist nicht einfach nur um schöne Bilder zu produzieren, sondern ich habe eine Bestimmung, ich habe eine Vision hinter meiner Arbeit und das ist die, dass ich möchte; das ich dem Paar das Gefühl geben will, dass sie geliebt sind und zugehörig und dafür benutze ich Schönheit und dafür benutze ich Fotografie und der andere Unterscheidungsfaktor, der mir sehr stark auffällt beziehungsweise immer wieder auffällt und über die Jahre auffällt ist, dass ich diese menschliche Interaktion ganz gut kann. Also ich kann diese echten Gefühle, diese echten Momente provozieren und einfangen und bin da in dem Moment. Ich glaube, was die Reportage angeht, was die Hochzeit Reportage angeht, was die Momente angeht, ist es ein bisschen leichter Emotionen einzufangen, weil sie sind schon da. iDe Tränen sind da. Das Lachen ist da., Die Umarmungen sind da. Die Gespräche sind da. Du musst das als Fotograf nur sehen. Es gibt natürlich auch Leute die das nicht so gut können, wie andere, Aber generell ist es da, wenn du die Reportage fotografiert. Aber, wenn es um die persönliche Interaktion geht Zwischen dem Fotograf und den Menschen, in dem Fall zwischen Fotografen und Brautpaar, da haben schon ganz viele Fotografen ihre Probleme, da eine Stimmung zu schaffen. Und das ist etwas, ich habe schon viele Fotografen bei der Arbeit gesehen: Das soll zwar nicht so klingen, aber du hattest gefragt: Aber das ist schon etwas worauf ich stolz bin, dass ich das kann. Ich meine das hat auch etwas mit meiner Persönlichkeit zu tun. Ich habe das nicht so richtig gelernt, sondern ich bin einfach so. Ich kann Stimmungen erschaffen wenn ich persönlich interagiere mit meinen Brautpaaren. Ich kann das erschaffen, dass sie sich wohl fühlen. Dass eine Stimmung da ist, eine Atmosphäre. Dass die Gefühle rauskommen und zu sehen sind und dass das Ganze lebendig ist und das ist etwas was, nicht jeder kann. Das ist auch o. k., denn jeder hat einen anderen Stil. Und jeder hat ein anderes Ergebnis am Ende. Aber für die Ergebnisse, die ich haben möchte, da ist das ein Riesenvorteil, dass ich so bin wie ich bin heute. Und dass ich dann eben diese Fotos bekomme, die ich haben möchte.

 

MR: Also lässt du das Paar sich wohl fühlen, und das glaube ich tatsächlich. Jetzt mal unabhängig von dir als Fotografen. Die meisten beherrschen es leider halt eher gut oder sehr gut. Aber das Wohlfühlen ist Ultra wichtig, weil am Tag selbst: Aufregung, auch Druck, der sich irgendwie aufgrund langer Vorlaufzeiten aufgebaut hat zu nehmen und da entspannt vor deiner Linse zu sein und da sich damit wohl zu fühlen ist glaub ich ein super wichtiger Effekt.

 

NM: Absolut. Deswegen ist es auch so wichtig, das Brautpaar und Fotograf / Fotografin sich einfach verstehen und auch menschlich klarkommen und nicht nur sagen: oh wir haben jemand gebucht weil die Bilder sind toll, oder der Preis war gut, sondern der Mensch ist gut. Der passt zu uns. Das ist halt unglaublich wichtig.

 

MR: Ja, jetzt haben wir ein bisschen über deinen Stil gesprochen. Ich habe mir dein Leben auch mal ein bisschen auf Snapchat angeschaut und du scheinst ja aus den unterschiedlichsten Bereichen deine Inspirationen zu ziehen. Und mich würde interessieren, abgesehen von dem Stil, den du jetzt so beschreibst, in wieweit entwickelt sich so was bei dir und wird auch durch externe Faktoren, oder auch Trends beeinflusst. Wenn du dir das jetzt mal im Vergleich zu den letzten 3-5 Jahren anschaust. Sahen deine Fotos vor fünf Jahren komplett anders aus? Und wenn ja, ist das so, weil du eine andere Person warst, oder vielleicht sich die Technik auch noch mal entwickelt hat, also die Hardware, oder weil es auch bestimmte Trends im Hochzeitsmarkt gibt, die sich dann einfach bei dir widerspiegeln. Das finde ich mal ganz interessant zu erfahren?

 

NM: Das waren jetzt viele Fragen auf einmal! Trends und Einfluss und Stil. Jeder ist beeinflussbar. Es ist nicht so einfach in dieser Zeit, wo wir Social Media haben etwas zu erschaffen. Irgendwie gibt es alles schon und alles was man produziert ähnelt irgendwem und irgendetwas was es schon gibt. Das ist normal. Meine Bilder sahen am Anfang, als ich angefangen habe (ich habe heute drüber nachgedacht, weil ich schreibe gerade einen Blogpost darüber), weil ich jetzt schon sieben Jahre im Business bin und habe heute einen Blogpost darüber geschrieben und ich habe heute darüber nachgedacht, wie meine Bilder aussahen. Also ganz ganz am Anfang. Also im ersten Jahr oder im zweiten Jahr. Die sag mal abgesehen von der Bearbeitung und von der Qualität, weil die hat sich natürlich gesteigert, aber allein das Foto, was in dem Foto passiert, die Art wie ich es geschossen habe, das war schon sehr ähnlich zu dem was ich heute mache. Da waren schon immer viele Zwischenmomente dabei. Diese Momentaufnahmen die ich liebe, diese Schnappschüsse und viele glückliche, fröhliche Fotos und lauter solche Sachen, die da schon dabei waren. Als ich angefangen habe hatte ich noch nicht soviel Einfluss; von außen Einfluss. Ich kannte überhaupt gar keine Fotografen. Ich hätte ein zwei Fotografen. Ich kannte mich online noch nicht so aus und ich hab relativ frei fotografieren können und deswegen sahen die Fotos darauf so aus. Und dann kam eine Phase so zwischendrin im Jahr drei, 4,5 oder so. In dieser Phase habe ich mich ganz stark an anderen Leuten orientiert und habe so viele Fotografen kennen gelernt. Mein Netzwerkwerk ist explodiert und plötzlich hat man so viele Kontakte und so viel Einfluss von außen. Und dann hatte ich so eine Phase, so dass ich nicht mehr wusste was und wo und wie. Sei es an der Art wie ich meine Bilder bearbeite, sei es wie die überhaupt aussehen. Als Foto selbst so wie ich es mache. Das sind so Sachen bei raus gekommen, die überhaupt nicht zu mir passen und ich hab sie nur gemacht, weil ich sie irgendwo gesehen hab und ich glaube, dass das ganz viele Fotografen so geht. Man fotografiert bestimmte Dinge, weil man sie einfach irgendwo gesehen hat. Auf den Blogs und auf Facebook ohne wirklich nachzudenken: Passt das zu mir? Ich gebe dir mal ein berühmtes Beispiel, was jeder schon mal gesehen hat und jeder Fotograf hat es wahrscheinlich schon mal gemacht. Und ich nenne das den Hipster-Shot. Das ist dieses Foto, wo das Paar Hand in Hand irgendwo steht, in der Landschaft oder so und schaut in die Kamera und schaut bitter ernst, bitterböse. Das kennst du vielleicht. Ganz steif und ganz ernst. Ich habe dieses Bild vor Jahren ganz oft gemacht. So eine ganze Hochzeitssaison lang. Bei jedem Paar-Shooting. Das war auch das Bild was bei mir den Auslöser gegeben hat über meinen Stil nachzudenken. Ich habe das angeschaut und habe mir gedacht: dieses Bild hätte ich von mir selbst heraus nie gemacht, weil das bin ich gar nicht. Warum ist es entstanden? Warum ist es passiert? Und da bin ich eigentlich darauf gekommen: es ist einfach nur entstanden, weil ich es irgendwo gesehen habe. Und ich glaube das geht vielen Leuten so. Heute versuche ich natürlich viel viel bewusster zu fotografieren. Es fällt mir jetzt auch viel leichter. Ich weiß was meine Vision ist und meine Bestimmung. Aber der Einfluss ist immer da. Zum Beispiel wenn du jetzt guckst, wie viele Leute jetzt BOHO-SHOOTS machen. Also im Boho Stil fotografieren. Und ihre Fotos bearbeiten. Oder viele Brautpaare jetzt auch im Boho-Stil heiraten. Vor drei Jahren war es noch Vintage Stil ganz krass. Über all alles mit Spitzendeckchen und solche Geschichten. Dieser Einfluss ist einfach da. Zum Beispiel die Blumensträuße sind so ein kleines Beispiel woran man es auch erkennen kann. Früher waren es so Rosenkugeln. So ganz strenge, mit denen hätte man bowlen können. Und jetzt sind es halt viel viel mehr so wilde Blumensträuße. Das sieht man jetzt überall. Man sieht sie sowohl bei den Paaren; wir möchten das mehr haben; man sieht es bei Fotografen, die irgendwelche Shootings selber stylen. Ja der eine beeinflusst den nächsten und so passiert das dann halt. Es ist ja auf jeden Fall bei mir so gewesen und meinst die hat sich Aufjedenfall verändert durch die die letzten Jahre bis ich eben diesen aha Moment hätte, von dem ich gerade erzählt habe und es ist bei allen Fotografen so denke ich. Ich glaube man kommt schon irgendwann dahin wo man sagte: das bin ich jetzt Auf jeden Fall mehr als irgendetwas anderes.

 

MR: Das ist ja auch normal das irgend eine Entwicklung stattfindet und dass man sich von Jahr zu Jahr entwickelt. Abgesehen davon, dass (das hättest du ja auch eingangs erwähnt) wenn du mal die 5 Jahre zurückspulst, technisch sich einfach wieder eine Menge getan hat. Und qualitativ deswegen viel mehr möglich ist, als früher.

 

NM: Auf jeden Fall. Das ist auch krass, wie viel besser die Fotografen sind, die jetzt anfangen. Jetzt den Markt betreten. Die sind als Anfänger schon so so gut. Wenn ich meine ersten Hochzeitsbilder anschaue, Oder überhaupt meine ersten Fotoshootings die sind wirklich grottig. Wie ich geshootet habe, wie ich bearbeitet habe. Und jetzt haben die Leute natürlich Zugang zu den besseren Kameras. Die haben Zugang zu tollen Presets. Es dauert noch nicht gab und was weiß ich. Die kommen auf den Markt und die sind schon so so gut.

 

MR: Und Zugang zu Deinen Tutorials, Nadja! Ich singe da wirklich immer ein Loblied auf euch. Ich finde, dass die Hochzeitsfotografen und Fotografinnen da wirklich auf so einem hohen Level spielen, wenn man sich einfach mal das Durchschnittslevel ansieht. Ich würde mir sehr wünschen, dass das im DJ Bereich so ähnlich aussieht und das soll jetzt echt kein Kollegen-Bashing sein, aber ich würde mich wirklich sehr sehr freuen, wenn es da viel viel mehr geben würde, die das wirklich professionell angehen und auch hauptberuflich und mit vollem Fokus. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich würde mal gerne ein bisschen konkreter ein einen einzelnen Hochzeitstag einsteigen. Dass du den Zuhörerinnen und Zuhörern mal eine Idee gibst, was sind die wichtigen Stationen und wie lange werdet ihr zwei üblicherweise für so eine Hochzeitsreportage gebucht an einer typischen Hochzeit.

 

NM: Wir werden durchschnittlich 10-12 Stunden gebucht. So geht es auf jeden Fall los. Und die Stationen: Soll ich mal anfangen nur mit dem Hochzeitstag oder auch mit der Zeit davor?

 

MR: Vielleicht kannst du kurz auf den Aspekt mit eingehen, dann haben wir das abgehandelt wie so die ganze Anbahnung stattfindet. Wie wirst du in der Regel kontaktiert? Was sind dann die nächsten Schritte? Machst du einen Skype Video Call oder lernt man sich persönlich kennen? So einen Rundum Abriss bis zu der Stelle wo ihr die Hochzeit wieder verlasst.

 

NM: OK. Ich werde meistens, fast immer über E-Mail kontaktiert. Manchmal über Instagram inzwischen auch über Facebook oder solche Geschichten. Ich weise dann immer auf E-Mail hin und sage hey bitte per E-Mail und dann ist es so, dass das passt. Wenn es mir noch nicht genug Informationen geliefert hat, in ihrer ersten E-Mail, Infos über wer sie sind, was sie möchten, wie Sie feiern wollen, dann schreibe ich zurück und habe erst mal ein paar Rückfragen, bevor ich dann meine Preise verschicke und dann frage ich sie wer sie sind wie sich ihre Hochzeit vorstellen und so weiter. Diesen Aspekt habe ich auch vorgebeugt mit meiner neuen Homepage. Auf der Homepage ist jetzt ebenso ein neues Kontaktformular.

 

MR: Mega. Ich habe in der Sekunde mein Kontaktformular was sehr drüsch ist und nur die Hard Facts abfragt. Ich fand es super. Richtig gut.

 

NM: Es ist halt wie eine E-Mail formuliert. Wie ein Lückentext. Wir sind so und so und wir mögen das und das und das finde ich halt ganz cool, denn ich mag die Anfragen die ich darüber bekomme. Die Leute haben echt ihren Spaß mit diesem Formular, Also die toben sich da richtig aus und ich finde das ganz cool und deswegen ist es so das ich inzwischen wie bekomme ich schon ganz schön viele Infos in der ersten.

 

MR: Sorry, dass ich unterbreche. Also mit welchem Vorlauf, nur damit unsere Zuhörerinnen und Zuhörer wissen, ob da nicht mehr mit großen Chancen zu rechnen ist, muss man einrechnen um dich zu kontaktieren. Ist es im Bereich 12-18 Monate

 

NM.: Also einmal ist es so ein Jahr, ist ein halbes Jahr manchmal ist es aber auch so, dass die richtig tollen Anfragen wirklich nur so vier Monate vorher oder so kommen. Das ist tatsächlich so und es ist tatsächlich so, dass du ein Jahr vorher oder so wird ein Datum gebucht und dann hat einer Pech ghabt, der auch ein Jahr vorher fragt und genau auf das Datum kommt. Das ist mir genau diese Woche passiert. Da wurde ein Junidatum für 2017 gebucht. Und ein paar Tage später wurde genau das Datum noch mal angefragt und die können das auch nicht verschieben die können nur genau dieses Datum haben. Und die haben sich so geärgert und haben gesagt: Jetzt fragen wir schon ein Jahr vorher und es klappt trotzdem nicht. Wir haben einfach wirklich nur Pech gehabt.

 

MR: Pauschal schon: je früher desto besser also desto höher sind die Chancen. Also wenn man das Datum weiß, sollte man sich an dich wenden.

 

NM: Genau. Oder man richtet sein Hochzeitsdatum nach mir. Das geht natürlich auch. Das machen manche Leute ja auch so. Ein Jahr vorher ist gut. Sehr viel früher als ein Jahr vorher nämlich eigentlich keine Buchungen an. Es gibt Leute, die Fragen für 2018 an und das mache ich jetzt auf gar keinen Fall. Die dürfen sich dann nächstes Jahr wieder melden. Das ist mir viel zu unsicher. Ich weiß ja nicht was 2018 sein wird. Aber so ein Jahr vorher ist gut und dann schicke ich halt meine Preisliste raus und dann werde ich gebucht oder nicht gebucht. Und dann kommt eine E-Mail mit: ja wir wollen dich oder nein, können wir nicht machen. Ich treffe mich sehr sehr selten mit Paaren, also vor der Buchung, Weil in neun von zehn Fällen sind meine Kunden so, da sie mich kennen, von meinen online Auftritten und das ist auch der Grund warum ich so viel online mache. Um es mir selbst leichter zu machen mit der Zeiteinteilung und meinen zukünftigen Kunden es leichter zu machen sich für mich zu entscheiden oder gegen mich. Weil die haben das Gefühl, sie können mich schon einschätzen, denn Sie sehen mich immer in den Videos. Die können über mich lesen auf Instagram und auf meinem Blog. Wir haben das Gefühl die wissen schon alles über mich. Ich hatte seit glaube ich drei Jahren kein Vorgespräch mehr. Wo ein Pärchen halt sagt: ja bevor wir uns entscheiden, müssen wir dich kennen lernen. Ich werde also immer blind gebucht. Wenn die Leute sagen, ja wir mögen die. Da kann ich davon ausgehen dass ich sie auch mag das beruht dann meistens auf Gegenseitigkeit. Das war die letzten Jahre immer gut, bis auf vielleicht ein bis zwei Ausnahmen. Aber die gibt es ja immer. Ja da werde ich blind gebucht und dann bekommt mein Pärchen ein Geschenk von mir zugeschickt so ein kleines Magazin als Inspiration. Und dann bin ich immer in Kontakt mit ihnen und treffe mich dann nach der Buchung mit den Paaren. Entweder live, oder per Skype. Und dann reden wir über die Hochzeit oder einfach auch nur über uns und lernen uns kennen noch ein bisschen besser und ich habe die ganze Story von den Beiden und so weiter. also nach der Buchung wird es dann immer ein Treffen. In irgendeiner Form. Und dann am Hochzeitstag, so wie heute zum Beispiel. Wir reisen einen Tag vorher an. Wir reisen heute nach Zürich, Morgen ist die Hochzeit. Ich bin eigentlich immer von der Vorbereitung des Paares an mit dabei. Wir fotografieren wieder direkt schon bei der Vorbereitung. Wenn die Braut sich anzieht, wenn der Bräutigam sich anzieht. Wir kommen an, sagen alle Hallo und der Eddy ist bei den Männern und ich bin bei den Frauen. Dann werden die ganzen Details von uns fotografiert. Die Kleider und so weiter und dann geht es zur Trauung. Bei der Trauung sind wir dann wie ich vorhin schon gesagt habe im Hintergrund und lassen alles so passieren, wie es passiert. Es ist da total unpassend sich da einzumischen. Ja je nach Hochzeit manchmal ist ja kein Empfang weitermachen wir direkt das Fotoshooting manchmal ist das Fotoshooting nach dem Empfang. Also ist da jede Hochzeitsplanung immer so ein bisschen unterschiedlich und das ist ja auch immer die Nummer 1 Frage Paares: wie lange müssen wir das machen das Fotoshooting Wie lange müssen wir da weg sein? Und ich kann eigentlich alles zwischen 15 Minuten und zwei Stunden machen. Je nachdem wie viel Zeit Sie mir geben. 2 Stunden finde ich extrem, das würde ich niemanden antun, weil ich möchte die Leute auch nicht solange von ihren Gästen weghalten; glaube aber so 40 Minuten ist ganz cool, eine Stunde ist auch ganz cool. Das ist so das Maximum was ich machen würde an einem Hochzeitstag ist eine Stunde fotografieren mit dem Paar. Meistens haben wir so eine Dreiviertelstunde. Das ist immer ganz toll. Und das passt auch ganz gut und dann kommt wieder der Reportage Teil des Abends, wenn gegessen wird, wo die Reden gehalten werden, wo getanzt wird. Da kommst du dann ins Spiel und je nach dem wie das Wetter draußen und je nachdem wie und wo wir sind und wo das fahren und gehen auch noch oft raus für einen Sonnenuntergangs-Shooting. Weil es ist einfach das schönste Licht und dann sind wir meistens noch da bis zur Party würde ich sagen. Also Hochzeitstorte, und der erste Tanz des Brautpaares und dann noch ein paar Bilder von der Party und da sind wir meistens so o. k. jetzt könnt ihr gehen. Darauf läuft es meistens hinaus.

 

MR: Die Partyfotos würden sich dann auch irgendwann mal wiederholen.

 

NM: Genau, die wiederholen sich und da sind wir aber ganz ehrlich zu Leuten. Also die haben dann gemeint ja, die wollten so viele Stunden dazu buchen, dass wir 2 Stunden bei der Party dabei wären. Und da haben wir ganz ehrlich gesagt, das ist nicht nötig, 2 Stunden Stunden für die Party zu buchen, Weil die Bilder sind dann immer irgendwie ähnlich, Beziehungsweise die Bilder werden immer betrunkener.

 

MR: Das hatte ich die ganze Zeit im Hinterkopf. Also das sagen Pärchen danach ganz ehrlich so, Hey nach [12:00] Uhr ist dann vielleicht auch besser wenn keine Fotos mehr geschossen werden. Oder die kann man auch wieder mit dem eigenen iPhone schießen.

 

NM: Genau, dann gibt es halt nur noch die Handy Fotos. Also, war das jetzt eine gute Erklärung?

 

MR: Super, Fand ich persönlich eben auch spannend weil, wie gesagt, den Teil zum Essen oder umgekehrt wie ihr zum Beispiel sagt hey, es macht keinen Sinn noch 1 Stunde bei der Party dabei zu bleiben, rede ich auch den meisten Paaren naja nicht aus, aber es ist nicht wichtig, dass ich zwingend schon zum Sektempfang spiele, wo noch so viel Trubel ist, Geschenke übergeben werden, viele sich nach langer Zeit wieder sehen. Da geht das Thema Musik dann oft auch unter, während das zum Essen aus meiner Sicht ein sehr sehr wichtigen Part einnimmt und deswegen war das gerade sehr interessant das auch zu hören weil ich ja auch den Anfang der Hochzeit in der Regel nicht so mit bekomme.

 

NM: Ja. Aber ich habe auch auf YouTube, also wenn das irgendwelche Paare interessiert, eine Video – Reihe, die heißt: The Wedding Day Guide und da beschreiben wir wie wir einen ganzen Hochzeitstag fotografieren. Von Vorbereitung bis Schluss. So ein kleiner Einblick halt.

 

MR: Alle sowieso, sämtliche Websites, Instagram-Profile usw. packe ich alle in die Shownotes, damit ihr euch das später bequem anschauen könnt und da stelle ich natürlich auch gern den Youtube Link rein, den Du gerade genannt hast.

 

MR: Wie habe ich mir den Nachbearbeitungspart vorzustellen? Also die Hochzeit ist vorbei; Wie lange sitzt ihr wenn ihr 10-12 Stunden fotografiert habt noch an der Nachbearbeitung und wann kann ein Paar dann tatsächlich mit mit den Fotos rechnen und wie viele sind das?

 

NM: Also ich sitze gar nicht an der Bearbeitung, denn ich mache Sie nicht selbst. Direkt danach werden die Bilder immer sofort gesichert. Also ich geh nicht schlafen bevor die nicht gesichert sind, egal wie spät es ist und dann brauche ich circa 1,5-2 Stunden mich durch die Bilder durchzuschauen, um zu entscheiden, welche ich nehme und welchen nicht. Welche gut sind und welche komplett unbrauchbar sind und diese Bilder die ich ausgesucht habe, werden einmal an meine Bearbeitungsfirma geschickt und die bearbeiten meine Bilder dann mit meinen Presets, die ich auch benutze, nur die machen die Arbeit für mich. Die nehmen mir das ab. Das ist unglaublich wertvoll in der Hochzeitssaison. D.h. ich werd da gar nicht mehr dran, und das schon seit einigen Jahren. Die ersten zwei Jahre habe ich noch selber bearbeitet und ich habe dann ganz schnell gemerkt, da gehe ich sehr schnell auf dem Zahnfleisch. Wenn ich das jetzt mein Leben lang so mache und meine Paare bekommen dann zwei Tage nach der Hochzeit schon eine kleine Vorschau von den Bildern, also die, die ich selber schnell aussuche, selber bearbeite und hochlade. Dann haben die schon etwas zu gucken, weil die Spannung ist natürlich da sofort etwas zu sehen und das können sie sich dann direkt nach der Hochzeit anschauen, oder am nächsten Tag schon oder am übernächsten und dann bekommen die die Bilder (im Vertrag steht zwar acht Wochen drin einfach um mich zu schützen, aber so lange dauert das nie, das dauert Zwischen zwei und drei Wochen, bis ich dann alles abgewickelt habe und hochgeladen habe und je nachdem wie lange wir gebucht sind sind das 600 Fotos kann das sein, oder es können 700 Foto sein, Aber ich gebe da nie eine Zahl durch.) Von mir bekommen die alles das, was mir persönlich gefällt, Was gut geworden ist, Da kommt alles rein.

 

MR: Gibt es zum Tag selbst noch irgendwie Dinge die du sagst, die sollte man unbedingt vorher beachten, Logisch, man hat zwar keinen Einfluss auf Wetter, aber gibt es eventuell kapitale Fehler die man, oder die immer mal wieder gemacht werden oder vor fünf Jahren gemacht wurden oder seitdem du darauf hinweist, passiert es seltener. Gibt es da irgendwie Tipps wo du sagst: das auf jeden fall vorher klären?

 

NM: Kapitaler Fehler? Fällt mir jetzt spontan gar nicht wirklich etwas ein. Also wirklich grobe Sachen oder so. Es sind so Kleinigkeiten zum Beispiel. Zum Beispiel wo findet die Vorbereitung statt. Also ich hatte am Anfang so Leute die haben sich in ihren Jugendzimmern fertig gemacht. Bei der Mama daheim. Dahinter noch Backstreet Boys Poster an der Wand. Und furchtbar schlechte Beleuchtung oder die Braut hat sich in einem wunderschönen Zimmer fertig gemacht und der Bräutigam wurde im Keller fertig gemacht mit einer Glühbirne als Beleuchtung oder so. Solche Dinger seitdem ich meine Kunden dann wirklich drauf hingewiesen habe, diese dann einfach wirklich nicht mehr passiert. Generell würde ich jedem Paar empfehlen, sich mehr Gedanken zu machen über ihre Hochzeit, also nicht Dinge zu tun weil man denkt das gehört zu einer Hochzeit, sondern zu überlegen, passt das zu uns? Wollen wir das haben und müssen wir das haben? Ich finde es immer ganz ganz schlimm wenn Hochzeiten unpersönlich sind, Wenn sie ein Standard Abklatsch sind und wie jeder andere zweite Hochzeit auch und wenn die nicht die Persönlichkeiten von den Leuten widerspiegeln. Ich würde allgemein ganz wirklich sagen: mehr Gedanken zu machen vor allem Dinge absolut zu hinterfragen.

 

MR: Noch mal ein ganz kurzer Sprung zum Anfang. Das hatte ich im Intro erwähnt, dass du auch auf sehr intimen kleinen Hochzeiten fotografierst und Elopements. Dafür gibt es glaube ich kein deutsches Wort. Was genau ist das?

 

NM: Elopements das ist, also früher sagte man durchbrennen dazu. Also wenn Pärchen über Nacht einfach geheiratet haben, weil sie es nicht durften oder so. Zum Beispiel meine Großeltern, die sind durchgebrannt, Mit 17, Weil sie durften nicht zusammen sein, weil die Eltern wollten es nicht. Man sagte wohl durchbrennen dazu früher, aber es gibt kein ordentliches deutsches Wort dafür. Das müsste man erfinden. Das bedeutet also quasi wenn das Brautpaar alleine heiratet und sich entscheidet ohne Gäste ganz alleine zu heiraten und ich liebe Elopements einfach von ganzem Herzen. Das sind so tolle tolle Hochzeiten.

 

MR: Abgesehen davon dass es kein deutsches Wort dafür gibt du hast aber schon einige Elopements von deutschen Paare begleitet, oder sind das eher internationale Geschichten.

 

NM: Also ich habe deutsche Paare bei den Elopements schon begleitet und Paare aus dem Ausland. Deutsche Paare, die das in Deutschland gemacht haben oder auch im Ausland gemacht haben. Das machen wir auch ganz gerne in einem anderen Land, weil das noch mal diesen Effekt verstärkt: wir sind fern ab von Allem und keiner kann uns hinterher reisen, weil es zu weit weg ist.

 

MR: O. k. Super spannend. Das ist etwas wovon ich auch noch nicht gehört hatte.

 

NM: Ist aber wahrscheinlich auch schwierig als DJ auf einem Elopement zu sein.

 

MR: Naja. Dann muss ich nicht so eine große Anlage mitbringen. Da würde dann der Bluetooth Lautsprecher reichen. Du Nadja, ich habe mir mal den Spaß heute Morgen gemacht, und mir die wichtigsten digitalen Hard Facts rausgesucht. Nur für die die es nicht wissen, du hast einen YouTube Channel mit über 10.000 Abonnenten, Knapp 20.000 Instagram Follower, Knapp 30.000 Facebook Fans. Wahnsinn. Und du hattest eben schon Mal erwähnt, dass es darum geht, dich zu zeigen, und den Leuten einfach ein Bild von dir zu vermitteln. Was macht genau den Reiz zu digitalen Kanälen aus deiner Sicht aus?

 

NM: Allgemein oder für mein Business?

 

MR: Für dich oder für deine Person oder für dein Business.

 

NM: Also für mich und für mein Business ganz klar Einmal ist es das visuelle, weil ich bin Fotografin und Social Media ist sehr stark auf Fotos ausgerichtet. Es gibt so eine Bilderflut online und deswegen ist social media für mich unglaublich wichtig. Als weil ich meine Arbeit einfach wunderbar zeigen kann; Wunderbar teilen kann, das ist für mich unglaublich wichtig, weil durch Social Media sich mir die ganze Welt eröffnet. Ich habe von Anfang an schon seit 2007 mein Business schon immer auf Englisch geführt, auch wenn ich dafür ausgelacht wurde, von irgendwelchen deutschen Kollegen oder so. Ich habe immer alles englisch gemacht und es hat sich so ausgezahlt, denn dadurch das es in Englisch war, und alles online war und ich Social Media so stark genutzt habe, ja, stand mir die ganze Welt also offen. Die ganze Welt hatte Zugriff auf meine Arbeit. Wenn die irgendwo sitzen und zum Beispiel in China dann können die trotzdem Zugriff auf meine Arbeit haben und sie auch noch verstehen. Ich war nämlich auch oft auf Webseiten von Fotografen, Zum Beispiel in Russland oder zum Beispiel in Norwegen die ich total toll fand und das hat mich so geärgert, dass ich kein Wort verstehe, was die da schreiben. Das fand ich immer total schade. Warum ich auch Social Media nutze, ist um einmal die Arbeit zu zeigen, die ganze Welt zu erreichen, dass ich es auf Englisch machen kann. Und eben nicht nur meine Arbeit teilen, und die Welt zu erreichen, sondern die richtigen Leute für mich zu erreichen. Das kann ich mit Social Media so gut kontrollieren, weil ich sehr viel versuche von mir als Mensch zu zeigen. Und nicht nur meine Arbeit, sondern wer ich bin. Weil ich möchte nicht nur von Leuten gebucht werden, die meine Arbeit schön finden, davon gibt es bestimmt ganz viele, sondern auch Leute mit denen ich gut auskommen. Und nicht jeder der meine Arbeit gut findet, mit dir würde ich dann persönlich gut auskommen. Das habe ich in der Vergangenheit nämlich auch schon erlebt das kann ich durch Social Media beeinflussen und zeigen was ich bin, wer ich bin und was ich mache und was ich liebe, woran ich glaube. Und die dieser endlich gestreckt sind, sind letztendlich die die mich dann buchen. Und das finde ich super.

 

MR: Ja. Und wenn die dann noch auf der ganzen Welt verteilt sind, und du entsprechend vor Ort sein darfst, ist das dann noch mal ein zusätzliches Goody. Das würde mich mal interessieren: gibt es ausländische Hochzeiten, wo du denkst; da können sich deutsche Paare mal eine Scheibe von abschneiden? Oder gibt es irgendwelche Dinger, wo du sagst, dass is in anderen Ländern echt lockerer? Oder besser, oder anders? Oder ist es einfach Glückssache und dein Plädoyer ist da: so, wie das für ihn oder sie richtig ist.

 

NM: Auf jeden Fall so, dass es für ihn oder sie richtig ist. Allerdings nur, wenn man sich auch wirklich Gedanken gemacht hat. Weil es gibt ja ganz ganz viele Leute, die heiraten einfach Standard weiß, und die es nicht hinterfragt haben, weil sie einfach gesehen haben ach ja so macht man das; habe ich bei meiner Tante gesehen oder habe ich in der Fachzeitschrift gesehen. Ich bin auf jeden Fall dafür, dass wir das so machen, hier möchte ich vorher allerdings Gedanken gemacht hat. Ich finde einige Sachen schneller alleine nach. Eine Sache ist zum Beispiel die mir aufgefallen ist, die eigentlich jedem auffällt der ausländische Hochzeiten macht mit ausländischen Paaren, auf das in anderen Ländern viel viel mehr wert gelegt wird. Also ganz allgemein. Also auf die Hochzeit wird sehr viel mehr wert gelegt, als in Deutschland. In Deutschland würde das Paar sagen: das ist ja nur ein Tag und warum soll ich da so viel rein legen, sei es Energie, ja alles, da will man nicht zu viel rein investieren, weil man sagt das ist ja nur ein Tag. In andern Ländern ist die Hochzeit ein sehr sehr viel wichtigeres und größeres Event im Leben als in Deutschland. Das wird dann mit mehr Herzblut gemacht Als hier. Ich kann das schon nachvollziehen diese Mentalität und stimme dann teilweise auch zu. Ich bin jetzt nicht jemand, der sagt, die Hochzeit ist sicher der schönste Tag im Leben. Das bin ich überhaupt nicht. Das wär total schlimm wenn das der schönste Tag im Leben wär. D.h. ja alles, was danach kommt nur noch schlechter wird. Ich glaube einfach das eine Hochzeit einfach nur der Beginn, beziehungsweise der neue Abschnitt von noch schöneren Tagen ist. Man sollte auf den Hochzeitstag auch nicht so einen Druck legen. Das es das tollste und beste Fest eines Lebens werden muss. Aber ein bisschen mehr Herzblut und ein bisschen mehr Liebe für den Tag wäre schon nicht schlecht. Das würde ich mir bei den deutschen Kunden mehr wünschen, dass einfach ein bisschen mehr reingelegt wird an Spaß und Freude, an Energie, an Geld, an Investitionen und an Herzblut. So ein bisschen mehr wäre schon ganz nett. Es gibt da so ein paar Sachen wie zum Beispiel eine Hochzeit beginnt. Ich weiß nicht wie es dir geht als DJ du bist ja am Anfang noch nicht da. Aber ich finde es zum Beispiel ganz toll wenn Hochzeiten erst am Nachmittag beginnen. Das ist ganz oft in den südlichen Gebieten so. Da beginnt die Trauung um fünf oder vier. Ist ja auch o. k. Das ist ja heiß und das ist mir auch klar, dass das in Deutschland alles nicht so möglich ist. Ich finde diese [12:00] Uhr oder oder [13:00] Uhr Trauungen müssen es auch nicht unbedingt sein, weil man hat dann am Tag so ein Riesenloch am Nachmittag. Man hat dann eben 2 oder 3 Stunden den Empfang, wo man gar nicht mehr weiß was soll man mit sich anfangen. Also auch den Gästen geht das so. Das ist auch so ein Punkt den ich meinen Paaren immer nahe lege, da die Planungen ein bisschen nach hinten zu schieben an dem Tag. Das finde ich persönlich sinnvoller Für den ganzen Ablauf. Wir haben das erste Lied, das Hochzeiten schon um [12:00] Uhr anfangen haben und daran nachmittags so ein Riesenloch drin war und der Tag ist so lang. Und das ist so ein Aspekt die mich schon sehr sehr wichtig finde und wer hat sich schon sehr verändert in den letzten Jahr, zumindest bei meinen Kunden. Da bin ich ganz froh darüber.

 

MR: Jetzt aus der egoistischen DJ-Warte heraus finde ich das super ein späterer Beginn. Ich nehme das immer so wahr, dass die Gäste Energie für 12-15 Stunden haben und wenn du um [12:00] Uhr anfängst, dann bedeutet das, um [3:00] Uhr sind die kaputt. Wenn es noch ein heißer Sommertag irgendwie ist. Aber wenn es ein bisschen später losgeht, ist das auch eine Party, die mal bis 5, 6 oder [7:00] Uhr Uhr gehen kann und ehrlicherweise: ich liebe lange Parties und gerade hinten raus machen die immer extrem viel Spaß. Ja Nadja, lass uns das vorantreiben, dass das später beginnt.

 

NM: Ja. Da bin ich dabei. Meine Kunden sind in jedem Fall schon informiert. Die meisten machen das auch. Dieses Jahr ist das eben ganz gut verteilt, Da habe ich nichts was irgendwie ganz früh anfängt. Ich finde auch das mach einfach auch Sinn. Also es macht viel mehr Sinn, als eine ganz ganz frühe Hochzeit. Das ist so ein Punkt, der cool wäre wenn er sich noch mehr etablieren würde. Hier in Deutschland.

 

MR: Was sind denn so deine Inspirationstipps online, die du Paaren angeben würdest? Sag doch mal drei Tipps die du gerne geben würdest oder drei Blogs, die du regelmäßig besuchst. Was schaust du dir da an?

 

NM: Eine Riesen Informationsquelle ist definitiv Pinterest. Ich finde das muss man benutzen heutzutage als Brautpaar. Man muss aber gleichzeitig aufpassen, dass man sich da nicht verliert. Also man kann da ganz schnell den Kopf verlieren auf Pinterest als Braut, weil man eben alles schön findet, aber Pinterest ist ein super Medium um wirklich alles zu finden was du möchtest. Die üblichen Verdächtigen, die ganzen Hochzeitsblogs kennt man ja wahrscheinlich. Oder muss ich die hier erwähnen?

 

MR: Ich kenne so den Standard. Green Wedding Shoes, Rock´n Roll Bride, etc…. Aber wenn du deine Sachen schon vor fünf Tagen gerade da was entdeckt hast vielleicht, dass du total super findest. Also wenn du sagst, dass du eventuell noch etwas in petto hast, was hier standardmäßig noch nicht erwähnt wurde, hau es gerne raus.

 

NM: Jetzt konkret nicht, aber ich habe zwar konkret jemanden gefunden neulich, aber es ist kein Blog oder so, sondern eine Dienstleistungen aus Slowenien und die macht ganz tolle Leinen Tischdecken und kleine Servietten wie man es jetzt oft sieht auf Hochzeiten und auf Fotoshootings. Was man sonst immer aus Amerika bestellen muss. Und da habe ich so gedacht, weil auch Kunden danach gefragt haben nach sowas, wo die sowas kaufen können und ich habe gedacht, dass ist so als Tipp für unsere deutschen Pärchen, enn sie so nach Dienstleistern suchen oder nach Produkten suchen für Ihre Hochzeit, die sie hier nicht finden können, die sie nicht finden können in Deutschland, weil die hier noch nicht angeboten werden, weil es einfach noch niemand verkauft. Zum Beispiel bestimmte Stühle, bestimmte Kerzen, bestimmte Tassen oder bestimmte Lampen, dann nicht aufzugeben sondern darüber hinaus europaweit auch einfach versuchen. Weil es gibt in Europa auch echt Leute, die echt schöne Sachen verkaufen für Hochzeiten. Wenn man Leute kennt die das in Deutschland machen, ist das natürlich super, aber wenn nicht und das etwas vorbeizufahren immer noch sehr verhalten sind, das habe ich gemerkt, die sind dann eher so Bestellungsfaul bei Sachen aus dem Ausland. Ich habe gemerkt, sie kaufen alles was so im Bereich von 50 km vor der Haustür ist, aber wenn ich jetzt irgendetwas bestellen muss, was weiter weg ist oder aus dem Ausland, dann sind sie eher noch seltener dabei. Und das ist so ein Tipp einfach auch europaweit zugucken und wohl auch Leute aus anderen Ländern zu kontaktieren, wenn die irgendein Produkt haben, was man haben möchte und was man sonst irgendwo bekommt. Da einfach ein bisschen über die Landesgrenzen hinaus zu denken bisschen flexibler zu sein. So das finde ich ganz ganz arg wichtig.

 

MR: Vielleicht kannst du mir im Nachgang einen Link schicken zu der Leinen-Geschichte aus Slowenien. Dann packe ich das ja noch in die Show Notes.

 

NM: Ich weiß den Namen gerade nicht auswendig. Aber ich habe ihn in meinen E-Mails irgendwo. Den werde ich dir dann noch schicken da kann man das dazu tun. Weil das ist super cool, Sowas hier in Europa zu haben. Das ist doch eine wunderschöne Sache.

 

MR: Super. Danke. Bevor wir hier in 2-3 Minuten den Deckel draufmachen, darf ich mir als DJ natürlich nicht die Frage verkneifen, welche Songs oder welcher Song dürfte auf deiner Hochzeit auf gar kein Fall fehlen?

 

NM: Die Sache ist die. Mein Musikgeschmack ändert sich jede Woche, weil ich mag sehr viel. Ich höre alles. Ich höre von Disney Liedern bis hin zu Klassik alles was du dir vorstellen kannst, aber….

 

MR: Du bist mit Eddy verheiratet oder? Gab es einen Eröffnungstanz bei euch?

 

NM: Nein. Gab es nicht. Eddie wollte nicht tanzen.

 

MR: Der Klassiker. Das ist die Stelle wo bei mir im Vorgespräch der Mann beschämt zu Boden guckt und nicht so richtig möchte. Sonst hätte ich dich nach einem Eröffnungs-Tanz gefragt.

 

NM: Ich hätte ihn auch echt gern gemacht. Aber wenn du mich jetzt fragst: im Moment: Dann würde ich sagen: Cake By The Ocean von DNCE.

 

MR: Funktioniert tatsächlich auch aktuell auf sämtlichen Hochzeiten sehr gut. Ich würde sagen top drei mit dem neuen Justin Timberlake Ding zusammen.

 

NM: Ich habe den Song vor circa drei Wochen in London gehört. Das erste Mal. Ich weiß gar nicht wie lange er schon draußen ist, aber ich habe ihn vor drei Wochen gehört und sofort als ich ihn gehört habe, wusste ich in meinem Kopf: O. k., ich weiß was dieses Jahr auf jeder Hochzeit gespielt wird. Vielleicht kannst du dich erinnern, vor einigen Jahren war es GET LUCKY.

 

MR: In dem Jahr war es GET LUCKY und BLURRED LINES. Und davor in dem Jahr „I Follow Rivers“ von Lykkie Lee. Das sind tatsächlich immer nur eine Hand voll Lieder, die sich danach ins nächste Jahr rüber retten. Die dann so ein bisschen zum Klassiker werden. Das sind üblicherweise nicht zu viele Songs.

 

NM: Hast du eine Lieblingssong?

 

MR: Ich finde tatsächlich das neue von Justin Timberlake richtig gut, wobei ich den allgemein super finde. Ich hab auch mal ein Live Konzert von dem gesehen. Er ist schon ein gutes Gesamtpaket. Der kann tanzen, der kann singen, er ist Show Maker, dann setzt er sich an drei verschiedene Instrumente. Aber das ist schon sehr unterhaltsam zu sehen. Das kann ich nur jedem empfehlen.

 

NM: Schön.

 

MR: Ja na klar. Vielen Dank erst mal, Es ist ein bisschen länger geworden, es war mir zwar klar dass wir eine Menge Themen zu besprechen haben, aber jetzt sind wir schon bei 1 Stunde und 10 Minuten. Aber das ist ja das tolle an so einem Podcast. Man kann sich die Zeit nehmen, man hört es nebenbei im Auto. Aus meiner Sicht war extrem viel Wertvolles dabei und obwohl es schon sehr viel über dich gibt, noch mal ein sehr sehr schöner Einblick in dein Leben und dein künstlerisches Schaffen. Zum Abschluss fände ich es noch mal toll, wenn du allen planenden Brautpaaren den einen Rat, den du ihnen geben würdest; das muss jetzt alles nicht unbedingt auf Fotografie bezogen sein, sondern den einen Rat für Ihre Hochzeit mit auf den Weg geben würdest.

 

NM: Ich hatte es ja schon angeschnitten, mein aller aller wichtigste Rat ist: bitte bitte bitte bitte liebe Brautpaare, macht euer Ding. Macht wirklich euer Ding. Hinterfragt alles, hinterfragt Traditionen, hinterfragt alles was Leute euch irgendwie aufdrängen wollen und macht euer eigenes Ding. Die Leute die beleidigt sind, werden es überleben. Die werden nach zwei Wochen nicht mehr daran denken. Aber macht euer Ding! Das ist so mein größter Rat.

 

MR: Super. Vielen Dank für das Gespräch Es war sehr interessant. Bis bald mal auf irgendeiner Hochzeit auf der wir uns hoffentlich mal treffen.

 

NM: Ja. Wäre cool.

 

MR: Wäre cool dich wieder zu sehen. War schön mit dir.

 

NM: Ciao bis bald.

 

MR: Das war das Interview mit Nadja Meli! Ich würde mich extrem freuen, wenn ihr mir Feedback hier bei iTunes geben könntet. Und meine Show: Verliebt, verlobt, verplant bewerten würdet. Das hilft mir auch in Zukunft passgenau für die Zielgruppe hier Themen zu finden. Erzählt mir gerne was euch gefällt, was euch nicht gefällt, was ihr vermisst. Das Feedback könnt ihr mir auch gerne über die E-Mail Adresse: hello@djmarkusrosenbaum.de zukommen lassen und ich freue mich auf nächste Woche. Ciao!

 

 

Sollte euch diese Episode und der Podcast im Allgemeinen gut gefallen, so würde ich mich riesig darüber freuen, wenn ihr mir eine positive Bewertung hinterlassen könntet. Das hilft mir, dass die Show höher rankt und mehr Menschen auf den Podcast aufmerksam werden und entsprechend von den hier gegebenen Tipps profitieren können. Solltet Ihr sonstige Anregungen, Wünsche, Kritik, etc. haben, freue ich mich über jede einzelne Email an: hello@djmarkusrosenbaum.de

 

Nadia Meli:

 

Website: http://www.nadiameli.com

 

Instagram: https://www.instagram.com/nadiameli/

 

Youtube Channel: https://www.youtube.com/user/NadiaMeliOfficial/videos?spfreload=5

 

Pinterest: https://de.pinterest.com/nadiameli/

 

Snapchat: thenadiameli

 

Slowenische Leinenprodukte: www.lumio.eu

Recent Posts