Der Hochzeitsfilm

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Ich gebe zu: Ich sehe mir Hochzeitsfilme unheimlich gerne an. Am liebsten natürlich Filme von Hochzeiten, wo ich selbst als DJ aufgelegt habe. Und wenn ein top Videograf hinter dem Hochzeitsfilm steckt, dann finde ich mich zurückkatapultiert zu diesem Hochzeitstag und bin wieder mitten drin in den schönen Momenten und Highlights des Tages.

Der letzte supergute Hochzeitsfilm, den ich gesehen habe war von JUST MEMORIES. Hinter JUST MEMORIES stecken Patrycja und Kevin Simon, Hochzeitsfilmer aus NRW, Hochzeitsfilmer aus Leidenschaft. Ich kenne die beiden von verschiedenen Gelegenheiten und weiß sie als Menschen und als Dienstleister echt zu schätzen. Wie ihr einen guten Videograf für eure Hochzeit findet, darüber habe ich mich mit den beiden unterhalten.

Erzählt doch mal kurz, wie ihr zur Hochzeits-Videografie gekommen seid!

Wir haben ursprünglich beide einmal beim Fernsehen gearbeitet und waren von jeher richtig filmaffin. Kevin hat immer wieder kleine Filmprojekte realisiert. Daraus hat sich dann Schritt für Schritt ein kleines Business ergeben, bis wir dann 2010 JUST MEMORIES gegründet haben. Das Schöne ist, wir arbeiten zusammen, aber dennoch hat jeder „seinen Bereich“. Daher hat Patrycja den gesamten Marketing-, Kommunikations- und Administrationsbereich übernommen und Kevin das Filmen und Schneiden. Bewegtbild ist gefragter denn je und so auch im Hochzeitsbereich. Wir haben weit mehr Anfragen, als wir umsetzen können. Um jedem Hochzeitfilm gerecht zu werden, konzentrieren wir uns auf 15 Hochzeiten im Jahr an und haben das Glück, dafür deutschland- sowie weltweit unterwegs sein zu dürfen – von Saint Tropez über Florenz bis in die USA.

Was macht einen guten Hochzeitsfilm eurer Meinung nach aus?

Ein guter Hochzeitsfilm vermittelt das Gefühl und die Emotionen des Tages und ist dabei total authentisch. Freunde und Familie, die dabei waren, müssen diesen Tag spüren, so wie er war und die, die nicht dabei waren, sollen nach dem Film das Gefühl haben, sie wären dabei gewesen. In unseren Filmen steht das Brautpaar natürlich im Fokus, aber wir fangen den ganzen Tag, die Dekoration, die Gäste und die Umgebung ein. Dabei ist es uns total wichtig, dass für den Hochzeitsfilm nichts gestellt wird. Wir würden nie in den Raum für das Getting ready kommen und erstmal das ganze Mobiliar umstellen. Wenn die Brautstylistin den Schminktisch an die Stelle gestellt hat, wo sie am besten arbeiten kann, dann ist das die Gegebenheit, mit der wir arbeiten. Wir sind mittlerweile so erfahren, dass wir mit allen Situationen umgehen können und auch aus schwierigen Perspektiven stets die besten Bilder bekommen. Während der Trauung ist es zum Beispiel immer besonders herausfordernd, alle wichtigen Personen und Emotionen zu filmen ohne irgendjemandem im Weg zu stehen, aber das gehört zu unserem Job und es gibt immer eine Lösung, die alle happy macht und das ist unsere Aufgabe.

Wie geht es nach der Hochzeit für euch als Videografen weiter?

Das Wichtigste: das Material sichern! Natürlich werden dann auch schon die ersten Aufnahmen gesichtet. Mit der Emotion des Tages im Kopf gehen wir auf die Suche nach der passenden Musik. Hier gibt es tolle Portale in den USA, wo Künstler ihre Songs für solche Zwecke zu einem angemessenen Preis zur Verfügung stellen. Denn Chart-Hits oder GEMA-pflichtige Musik darf man in einem Film aus rechtlichen Gründen nicht einfach verwenden – was vielen Brautpaaren zu Anfang nicht klar ist. Außerdem hat man sich an jeden Song irgendwann satt gehört, wenn dieser im Radio rauf- und runterläuft. Das heißt, das Paar wird doppelt überrascht, mit der Musik und mit den Aufnahmen ihres Tages. Wir können gar nicht genug betonen, wie wichtig das Zusammenspiel aus Song und Bildern ist. Erst gemeinsam – in Ton und Bild – leben die Emotionen des Tages richtig wieder auf. Daher schneiden wir den Film erst, wenn der Song ausgewählt ist. Im Hochzeitsfilm selbst gehen wir nicht chronologisch vor, sondern schneiden die Bilder und Situationen so, dass wir die Story des Paares passend zur Musik erzählen. Wir arbeiten auch gerne mit O-Tönen, die wir während des Tages mitgeschnitten haben und die den Hochzeitsfilm noch einmal authentischer machen. An einem 5-7minütigen Film arbeiten wir insgesamt (mit Unterbrechungen) ca. 3-4 Tage, an einem 15minütigen Film ca. 7 Tage.

Wie wichtig ist da die Chemie zwischen Videograf und Brautpaar?

Die Chemie ist für uns wirklich entscheidend. Der Hochzeitsfilmer ist ein Dienstleister, der mitunter die meisten Stunden mit dem Brautpaar und dessen Hochzeit verbringt und auch bei sehr intimen Momenten dabei ist. Deshalb treffen wir unsere Paare immer persönlich und wenn es die Distanz nicht zulässt, weichen wir auf Skype aus. Das Brautpaar muss uns vertrauen und beide Seiten müssen sich auf einander freuen. Nur so kann sich das Brautpaar fallen lassen und wir authentische Aufnahmen einfangen, die wir für einen gelungenen Film brauchen.

Wie viele Kameraleute braucht es denn pro Hochzeit?

Das hängt immer ein wenig von den Wünschen des Brautpaares ab. Wir versuchen unser Team immer sehr klein zu halten, um dezent und unauffällig arbeiten zu können. Kevin ist sehr diszipliniert und durch die Erfahrung der letzten Jahre arbeitet er teilweise mit bis zu drei Kameras– das ist der Garant für einen richtigen Filmlook. Sind mehr als 120 Gäste vor Ort, empfehlen wir stundenweise einen Second Shooter, damit auch wirklich alles und alle Gäste mit eingefangen werden.

Wie erleben eure Paare den Moment, wenn sie das erste Mal ihren Hochzeitsfilm sehen?

Unbedingt in vertrauter Zweisamkeit. Wir empfehlen den Film eingekuschelt auf der Couch mit einem Glas ihres Lieblingsweins zu genießen. Den eigenen Hochzeitsfilm anzuschauen, ist etwas ganz Besonderes. Wir bekommen dann meist unmittelbar begeistertes Feedback, per E-Mail oder auch direkt per Whats App. Die Brautpaare entdecken mit jedem neuen Ansehen des Videos neue, andere Details, die sie vorher gar nicht bemerkt haben und dann dann freuen wir uns mit dem Brautpaar über das gelungene Ergebnis.

Was ist denn euer Traum- und euer Horrorszenario?

Unser Traumszenario ist, wenn das Paar ganz gelassen ist und den Hochzeitstag einfach genießen kann. Wir empfehlen vorher immer, so viele Aufgaben wie möglich an die Trauzeugen und Freunde zu übertragen, da der Tag ohnehin so unheimlich schnell vorbeigeht. Ein richtiges Horrorszenario gibt es für uns nicht, da wir für jede Situation gewappnet sind. Klar passieren mal kleinen Pannen, aber die bekommt keiner mit.

Welche Tipps könnt ihr Paaren noch für die Wahl des Videograf für ihre Hochzeit mit auf den Weg geben?

Nehmt euch die Zeit und recherchiert ein wenig. Schaut euch die Filme an und wenn die Filme euch berühren, ist das eine gute Basis. Eine Auswahl an Videos von echten Hochzeiten heißen, dass der Videograf mit dem Stress einer eng getakteten Hochzeit umgehen kann und Erfahrung gesammelt hat. Wichtig ist auch, dass die Chemie stimmt und man sich sympathisch ist.

So, zum Abschluss: Warum filmt ihr Hochzeiten?

Weil Hochzeiten so ein schönes, positives Element des Lebens sind. Im Gegensatz zu unseren Businessprojekten vergessen wir bei Hochzeiten oft die Zeit und das ist der perfekte Mix. Bei Hochzeiten kann man den Kopf ausschalten und das Herz sprechen lassen. Wir sind einfach dankbar für die vielen Orte und die Begegnungen, die netten Brautpaare, von denen wir viele zu unseren Freunden zählen dürfen. JUST MEMORIES ist unser absolutes Herzensprojekt!

Zum Anschluss zeige ich Euch einmal einige der sensationellen Hochzeitsfilme von Just Memories:

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