Der schönste Strauß der Welt – der Brautstrauß!

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Ich sehe ja wöchentlich auf den Hochzeiten, bei denen ich auflegen darf, die verschiedensten Brautsträuße und habe mir für euch mal die Brautstrauß-Trends angeschaut. Anschließend habe ich dem Floristen meines Vertrauens 7 Top-Tipps für euch zur Brautstrauß-Wahl entlockt.

Brautstrauß-Hochzeits-Trends 2017/2018

  1. Der locker gebundene Brautstrauß liegt immer noch hoch in der Beliebtheit. Der gewünschte Look dabei ist ursprünglich, natürlich, wie von der Wiese gepflückt. Oftmals werden dafür tatsächlich Wildblumen verwendet, aber das ist kein Muss. Die Farben sind total variabel, egal ob pastellig oder bunt. Der locker gebundene Brautstrauß passt am besten zum zur Zeit angesagten Boho-Hochzeits-Trend, bei dem es ja auch um die Natürlichkeit und das Entspannte geht.
  2. Auch locker gebunden, aber dafür eher ausladend ist der Brautstrauß bei Fine Art Weddings. Fine Art Weddings werden künstlerisch und tendenziell natürlich elegant inszeniert. Bei diesen Brautsträußen findet man oft eingebundene Eukalyptus- oder Olivenzweige und entweder helle, pastellige oder dunkle, gedeckte Farbtöne. Die Brausträuße sind durch ihre Größe und ausladende Art recht schwer, passen aber mit ihrer Optik perfekt zum Fine Art-Stil.
  3. Sukkulenten halten sich als Trend immer noch, da sie super zum Greenery- und Botanical-Look passen. Sukkulenten gibt es in vielen verschiedenen Grüntönen bis hin zum gedeckten Dusty Rose-Ton. Sie gehören zu den Kakteen; durch ihren blütenförmigen Wuchs muten sie jedoch wie Blumen an, so dass sie im Brautstrauß oft zusammen mit Blumen eingebunden werden. Es gibt jedoch auch viele Bräute, die sich einen Brautstrauß komplett aus Sukkulenten wünschen.
  4. Der Tropical-Trend hat dieses Jahr schon mit großen Schritten die Hochzeitswelt erobert und wird ganz bestimmt noch bleiben. Das Schöne daran ist, dass komplett andere Blumen und Blüten gefragt sind, als normalerweise – alles was tropisch, bunt und außergewöhnlich ist, ist erlaubt. Der farbenfrohe Tropical-Brautstrauß kommt nicht selten in Kombi mit Monstera-deliciosa-Blättern, die sich dann auch oft in der Tischdeko wiederfinden.
  5. Ganz zart an die Tür geklopft hat in 2017 das Hoop Bouquet – ich bin gespannt, ob es in 2018 richtig Fahrt aufnimmt. Das Hoop Bouquet, also ein Kranz als Blumenstrauß, ist eine Weiterentwicklung des Blumenkränze- / Flowercrown-Trends. Entweder werden komplett gebundene Kränze anstelle des Brautstraußes in der Hand gehalten oder nur teilweise gebundene Kränze. Letztere sind dann im unteren Teil mit Blumen, Blüten und Grün gebunden, während der Kranz oben lediglich aus Zweigen oder Ästen besteht, so dass das Hoop Bouquet an der Stelle gut angefasst und getragen bzw. über den Arm gelegt werden kann.

Tipps für den perfekten Brautstrauß

Einer, der Brautsträuße mit Leidenschaft bindet ist Dirk Brokinkel von die blumenbinder in Düsseldorf. Dirk kenne ich schon einige Jahre und habe ihn zwischen Ranunkeln, Rosen und Vergissmeinnicht nach seinen Top 7 Tipps für den perfekten Brautstrauß gefragt. Hier kommen seine Antworten:

  1. Auf keinen Fall verbiegen! Und damit meine ich nicht die Blumenstiele, sondern die Braut. Wenn ihr euch in eine bestimmte Blume oder eine bestimmte Art von Strauß verliebt habt, dann lasst euch nicht vom Floristen davon abbringen. Es ist euer Brautstrauß und wird euch den ganzen Tag und auf allen Fotos begleiten.
  2. Keine stark riechenden Blumen. Auch wer sonst vielleicht kein Problem mit Blumenduft hat, sollte für den Brautstrauß genau abwägen, ob Blumen wie Hyazinthen oder Lilien das Richtige sind. Auch gewisse Sorten von Schleierkraut können unangenehm riechen. Insbesondere im Sommer – ob draußen oder drinnen – übernehmen stark riechende Blumen oftmals die komplette Umgebung.
  3. Achtung, Schmutzgefahr! Für Brautsträuße sollten keinesfalls Blumen mit Staubgefäßen wie zum Beispiel Lilien gewählt werden. Wenn diese auf das Kleid geraten, begleitet der Fleck einen den ganzen Tag. Das gleiche gilt für Beeren wie Himbeeren oder Brombeeren – sie sehen zwar sehr hübsch aus, sollten sie aber zu reif sein, können sie hässliche Flecken hinterlassen.
  4. Farben typabhängig wählen. Die Farben des Brautstraußes sollten auch ein bisschen typabhängig gewählt werden. Wenn eine Braut ein eher blasser Typ ist, rate ich eher zu sanften Farben wie Creme und Apricot statt sattem Orange.
  5. Größe des Brautstraußes. Die Größe des Brautstraußes wird idealerweise passend zur Körpergröße und dem Volumen des Kleides gewählt. Hat eine Braut beispielsweise eine schlanke Silhouette, rate ich auch zu eher schlanken Sträußen, damit die Braut hinter dem Strauß nicht verloren geht. Auch sollte man nicht vergessen, dass große Sträuße in der Regel wesentlich schwerer sind als kleinere, das Gewicht eines Brautstraußes wird oft unterschätzt.
  6. Wassertauglich. Der Brautstrauß sollte so gearbeitet werden, dass er zwischendurch problemlos ins Wasser kann. Wir binden unsere Sträuße an den Stielen beispielsweise nur mit Gazeband, das ist ein Chiffonstoff, ab. Dieser nimmt kein Wasser auf. Wenn der Strauß aus dem Wasser genommen wird, einfach kurz abtrocknen, fertig. Satinbänder hingegen saugen sich mit Wasser voll und tropfen noch lange nach.
  7. Tendenz zum Zweitstrauß. Viele unserer Bräute wünschen sich einen etwas kleineren Zweitstrauß, den sie für den Brautstrauß-Wurf nehmen. Ihren eigenen möchten sie meist gerne als Erinnerung noch behalten.
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