Sweet Candy Tables auf Hochzeiten – das solltet ihr wissen

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Heike Krohz begeistert mit handgeformten Zuckerblüten, Hochzeitstorten, die traumhaft schmecken, sowie ausgefallenen Sweet Candy Tables, die zu den Highlights jeder Hochzeit gehören. Mit ihrem Unternehmen suess-und-salzig gehört sie unbestreitbar zu den ersten Adressen in Deutschland für Brautpaare, die für ihre Hochzeit etwas ganz Besonderes suchen. Insbesondere Sweet Candy Tables sind stark im Kommen, die bunte Vielfalt von Süßem ist optisch eine Augenweide und für die süßen Momente auf einer Hochzeit perfekt. Ich habe mich mit der Tortenmagierin unterhalten und für euch die besten Tipps zum Thema Sweet Candy Table zusammengestellt.

Sweet Candy Table für Hochzeiten

Für alle, die sich noch nicht so intensiv mit dem Thema Sweet Candy Table beschäftigt haben: Was genau ist ein Sweet Candy Table und wie unterscheidet er sich von der Candy Bar?
Der Unterschied ist eigentlich schnell erklärt: Eine Candy-Bar kann jedes Paar relativ schnell selbst zaubern: In Anlehnung an ein bestimmtes Farbschema werden Süßigkeiten, Bonbons, Fruchtgummi etc. in Gläsern präsentiert, sodass sich jeder Gast an der Süßigkeiten-Bar bedienen kann. Manchmal werden noch Cake-Pops ergänzt. Ein Sweet Candy Table, so wie ich ihn anbiete, ist wesentlich umfangreicher und beinhaltet zu einem großen Teil viele verschiedene Backwaren und Desserts. Dazu gehört zum einen natürlich die Hochzeitstorte, aber auch Cupcakes, Macarons, Cake-Pops, Cremes, Mousses, Crumble, Kuchen, Cookies und vieles, vieles mehr. Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Sweet Candy Table auf einer Hochzeit ein Kuchenbüffet oder Dessertbüffet ersetzt. Zum anderen wird für einen solchen Sweet Candy Table ein umfangreiches Konzept erstellt, ich bespreche den Ablauf nicht nur mit dem Paar, sondern trete auch in direkten Kontakt mit den anderen Dienstleistern wie Papeterie-Designer, Florist und Porzellanlieferant, die aktiv mit eingebunden werden. Am Ende entsteht ein unvergessliches Highlight – für das Brautpaar und alle Gäste – das für sich selbst steht.

Wie sieht denn der Ablauf aus, wenn ein Brautpaar sich einen Sweet Candy Table von dir kreieren lässt?
Zum ersten Gespräch bitte ich die Brautpaare immer alles mitzubringen, was schon steht. Papeterie-Entwürfe und bestehende Dekokonzepte sind hier hilfreich, auch ist es von Vorteil, wenn das Paar schon mit dem Floristen gesprochen und eine Idee hat, wie die Blumendeko aussehen wird. Ein wichtiger Bestandteil des Sweet Candy Table ist die Hochzeitstorte, sie steht im Mittelpunkt und bekommt durch das traditionelle Tortenanschneiden besonders viel Aufmerksamkeit. Dann möchte ich natürlich wissen, ob das Paar Lieblingskuchen oder Desserts hat, die ich unbedingt integrieren sollte. Danach richte ich mich natürlich gerne. Die Auswahl wird immer so gestaltet, dass für jeden etwas dabei ist: etwas mit Creme, etwas Sahniges, etwas Nussiges, etwas Schokoladiges. Da ich Konditorenmeisterin bin, enthält jeder Sweet Candy Table mindestens zehn selbstgebackene Elemente. Anschließend entwickle ich ein Gesamtkonzept, das nicht nur die süßen Sachen, sondern auch alles Visuelle enthält, von Schildchen über Gefäße, Tabletts und Etageren bis hin zu Dekoobjekten. Ich bespreche mich dann intensiv mit den beteiligten Dienstleistern und der Location, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Am Tag selbst bin ich mit meinem Team vor Ort und richte den Sweet Candy Table ein.

Wie unterscheiden sich denn ein Sweet Candy Table, der zur Kuchenzeit eröffnet wird, und ein Sweet Candy Table, der zur Dessertzeit eröffnet wird?
Zur Kuchenzeit ist er definitiv sehr kuchen- und gebäcklastig. Hier gilt: Alles, was man in groß machen kann, kann man auch in klein machen, von der Schwarzwälderkirschtorte bis hin zum American Cheesecake. Alles wird portioniert angeboten, sodass die Gäste Verschiedenenes ausprobieren können. Zur Dessertzeit werden noch mehr Leckereien im Glas angeboten wie Mousses und Cremes, da lässt sich an Crème bru­lée denken oder eine kleine Tasse aus Schokolade, die mit Mousse gefüllt ist.

Was empfiehlst du denn: Sweet Candy Table zum Empfang oder zum Dessert?
Ganz klar: Unbedingt zum Empfang, und zwar aus verschiedenen Gründen. Zum einen ist ein Sweet Candy Table eine echte Investition, da sollte er von allen ausgiebig genossen werden können. Den größten Hunger haben die Gäste nach der Kirche, auch sind sie entspannt und haben Zeit, sodass der Sweet Candy Table nach der Trauung ein erster Höhepunkt ist und echte Wertschätzung von den Gästen erfährt. Zum anderen ist es logistisch viel einfacher, den Tisch zum Empfang vorzubereiten. Wir können uns ungestört bewegen und wenn die Gäste erscheinen, ist alles fertig. Zum Dessert muss der Tisch in einem anderen Raum aufgebaut werden und erfährt nicht unbedingt die Aufmerksamkeit, die ihm zustehen würde. Ein anderer Grund ist, und daran denkt man im ersten Moment nicht: Im Dunklen lassen sich keine schönen Fotos von dem Tisch machen. Das Brautpaar gönnt sich den Sweet Candy Table als besonderes Highlight seiner Hochzeit, aber am Ende gibt es kaum schöne Bilder, weil auch Fotografen nicht zaubern können und abends das Licht einfach nicht sehr gut ist.

Gibt es ein No-Go bei der Gestaltung eines Sweet Candy Tables?
Eigentlich gibt es keine Regeln, aber es gibt einfach ein paar Dinge, die nicht gut funktionieren. Zum Beispiel kann man Blau nur sehr reduziert verwenden, da es so gut wie keine blauen Lebensmittel gibt. Hier kann man dann aber mit blauen Tellern arbeiten, um die Farbe wieder ins Spiel zu bringen. Für mich ist die Ästhetik und Wertigkeit des Lebensmittels genauso wichtig wie die Optik. In erster Linie soll alles immer schmecken – sobald der erste Bissen getan ist, wird die Optik nebensächlich und es geht nur noch darum, ob es auch schmeckt. Das bleibt in Erinnerung.

Welche Trends gibt es aktuell und für 2017 in deinem Bereich?
Kupfer und Gold sind definitiv noch Trendfarben im edlen Bereich. Auch alles tropisch-bunte ist gefragt mit Elementen wie Flamingos, Ananas, etc. Der Wasserfarben-Trend bleibt uns noch ein bisschen erhalten, daneben sind marmorierte Torten und Macarons groß im Kommen. Zuckerkristalle und essbare Blüten versüßen uns die Optik. Wer noch ein bisschen mehr dazu wissen oder sich inspirieren lassen möchte: Auf meinem Blog habe ich die Hochzeitstorten-Trends einmal zusammengefasst und dazu auch ein eigenes Pinterest-Board erstellt.

Und zum Abschluss: Was macht dir an deinem Beruf eigentlich am meisten Spaß?
Ganz konkret in der Backstube? Das ist wahrscheinlich das finale Ausgarnieren der Torte. Wenn ich vorher drei Tage lang Zuckerblüten vormodelliert habe und sie dann auf der Torte dekoriere, ist das schon ein tolles Gefühl. Außerdem gibt es beim Backen für mich nichts Schöneres als Hefeteig zu kneten. Der Teig fühlt sich unter meiner Hand einfach gut an und riecht unheimlich lecker.

Vielen Dank, liebe Heike, für das Interview.

Fotos: Nicole Pausin http://pausin-fotografie.de/

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