Do’s and Dont’s im Umgang mit euren Trauzeugen

 In Heiraten, Hochzeiten

Wenn ihr euch in die Hochzeitsplanung stürzt, wird euch sehr schnell klar werden, dass ihr Unterstützung braucht. Denn in manchen Momenten ist halbes Leid geteiltes Leid – und in manchen Momenten könnt ihr einfach darauf zählen, dass da jemand ist, der euch richtig gut kennt, der hilft, tröstet, ermutigt und vor allem den Spaß mit euch teilt. Ich will an dieser Stelle gar nicht die genauen Aufgaben eines Trauzeugen oder einer Trauzeugin aufführen, sondern einfach mal beleuchten, wie so ein Verhältnis aussehen kann und woran ihr denken solltet, damit ihr euch nach der Hochzeit noch genau so lieb habt wie vorher.

 

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Bei der Wahl der Trauzeugen fällt die Entscheidung meistens ganz schnell für die beste Freundin, den besten Freund, Bruder oder Schwester. Und das macht Sinn, denn diese Personen kennen euch seit Jahren besonders gut, ihr könnt euch auf sie verlassen und vor allem die Planungszeit mit jemandem verbringen, der euch nicht so schnell auf den Wecker geht, sondern mit dem ihr gerne viele Stunden verbringt.

Wie viel muss – wie viel kann? Als DJ auf Hochzeiten bekomme ich relativ viel rund um die Orga der Hochzeit mit. Zum einen im Vorhinein, beim Vorgespräch mit den Paaren, zum anderen auch auf der Hochzeit selbst, wenn die Leute neben den Turntables ein bisschen mit mir plaudern. Aus diesen Gesprächen habe ich ein paar Tipps für euch abgeleitet.

Ganz wichtig ist, dass ihr im Vorhinein mit euren Trauzeugen abklärt, wie viel Zeit sie haben und was ihr euch von ihnen wünscht. Oftmals wird das nicht offen angesprochen, so dass manche Trauzeugen auf der Hochzeit richtig erleichtert sind, weil die Trauzeugen-Zeit jetzt vorbei und der Arbeits-Batzen abgearbeitet ist und sie endlich wieder ihr eigenes Leben zurück bekommen. Auf der anderen Seite sehe ich auch oft Paare, die am Hochzeitstag niemanden haben, der sie unterstützt und ihnen Aufgaben abnimmt. Der Trauzeuge hält dann lediglich eine weinselige Rede und die Trauzeugin hat auf dem Weg aus der Kirche die Schleppe arrangiert und danach ihr Amt niedergelegt. Auf solchen Hochzeiten habe ich dann die Braut im Brautkleid selbst den Schokobrunnen auffüllen sehen – ein kurioses Bild! Das liegt dann meistens daran, dass das Brautpaar sich im Vorhinein nicht getraut hat, konkrete Aufgaben zu kommunizieren.

 

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Grundsätzlich macht hier aber auch der Ton die Musik – als Brautpaar solltet ihr euch während der Hochzeitsplanung immer bewusst sein, dass eure Trauzeugen zwar eure liebsten Mitstreiter sind, aber selbst in der Regel auch ein eigenes Leben haben. Job, Familie, eigene Hobbys – unendlich viel Zeit hat ja eigentlich keiner von uns übrig. Viele Trauzeugen wünschen sich öfter mal ein „Danke“ zu hören. Das muss ja nicht nur am Hochzeitstag selbst sein – wo es selbstverständlich ist – sondern vielleicht auch mal zwischendurch mit einer netten Karte oder einer kleinen Aufmerksamkeit. Fragt bei der Verteilung von Aufgaben immer nach, ob das passt und nicht zu viel wird. In der Regel sagt niemand „nein“, aber gefragt werden ist einfach eine schöne Geste.

Auf der anderen Seite ist es gut, wenn ihr von Anfang an eine Liste mit Aufgaben anlegt, die es im Laufe der Hochzeitsvorbereitungen und am Hochzeitstag zu erledigen gilt. Diese Liste wächst mit der Zeit – aber so habt ihr einen guten Überblick, wie viele Aufgaben auf wie viel oder wie wenigen Schultern liegen. Nicht alles müssen die Trauzeugen erledigen, vieles können auch Geschwister, Eltern oder Freunde übernehmen.

 

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Und wenn wir schon übers Reden reden: Traut euch ganz klar zu kommunizieren, was ihr nicht möchtet. Wenn ihr keine stundenlange Dia-Show ansehen oder Panflöten-Einlage anhören mögt, dann sagt das ruhig vorher – schließlich ist es eure Hochzeit und die Trauzeugen sind dankbar, wenn sie klare Richtungsvorgaben bekommen.

Wenn ihr das alles im Kopf habt, dann könnt ihr euch auf eine richtig gute Zeit mit euren Trauzeugen freuen. (Alle Fotos von Hanna Witte)

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