5 Tipps von der Hochzeitsfotografin

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5 Tipps von der Hochzeitsfotografin (an die ihr alleine wahrscheinlich nicht denken würdet)

Wir hatten schon einige Hochzeiten zusammen und immer wieder geht mir dabei durch den Kopf, wie organisiert eine Hochzeitsfotografin doch sein muss, um tatsächlich alles unter einen Hut zu bekommen. Denn Zeit ist auf einer Hochzeit einfach kostbar! Natürlich möchten Brautpaare gerne schöne Bilder, aber sie möchten verständlicherweise ungern viel Zeit verlieren. Ich habe Hanna einmal im Gespräch gefragt, was ihre 5 Tipps für schönere Hochzeitsbilder sind, auf die ihr alleine wahrscheinlich nicht kommen würdet.

Hier kommen Hannas Tipps:

1)      Getting Ready

Meistens werde ich bereits für die Zeit vor der eigentlichen Trauung gebucht und begleite die Braut beim sogenannten „Getting ready“ – das sind die Styling-Vorbereitungen vor der Trauung. Am schönsten sieht es später auf den Bildern aus, wenn die Braut beim Schminken eine weiße Bluse oder ein Top anhat, was sich leicht über den Kopf ziehen lässt, um die Frisur später nicht zu zerstören.

Das gleiche gilt natürlich auch für Trauzeugen oder Freunde, wenn sie vorher schon vor Ort sind. Gut ist es auch, wenn sich die „Helfer“ zeitlich vor der Braut umziehen, dann haben sie schon ihre schönen Kleider oder Anzüge auf den Fotos an, wenn sie Braut oder Bräutigam ins Kleid bzw. den Anzug helfen. Während des Stylings gibt es für mich als Fotografin immer mal wieder Pausen. Wenn das Brautpaar mir hier bereits einige Details vorbereitet, kann ich die Zeit nutzen, um wundershcöne Detailaufnahmen zu machen. Zu den Details zählen zum Beispiel Hochzeitskleid, Schuhe, Ringe, Schmuck, Blumen, Anstecker etc. Auch ein Satz der gesamten Hochzeitspapeterie ist super, dann kann ich Save the Date-Karte, Einladung, Tischkarten etc. gut für ein gemeinsames Bild arrangieren.

2)      First Look

Bei einigen Hochzeiten ergibt es sich aus verschiedenen Gründen nicht, dass das Brautpaar sich das erste Mal vor dem Traualter sieht. Evtl. weil das Paar zusammen im Auto fährt oder gemeinsam den Gang zum Traualtar herunter schreiten möchte. Trotzdem ist der Moment, an dem sich das Paar zum ersten Mal sieht, etwas ganz Besonderes. Viele Paare vergessen das in der ganzen Planungs-Hektik und auf einmal ist der Moment verpufft. Wenn ich als Fotografin um die Situation weiß, schlage ich gerne sogenannte „First Look“-Bilder vor. Hierzu überlegen wir uns einen schönen Ort in der Nähe oder suchen eine schöne Umgebung und leben den Moment ganz bewusst – so kann ich auch tolle Bilder von diesem unvergesslichen Moment machen.

3)      Langsam laufen

Man kann es gar nicht oft genug sagen. Je langsamer die Braut oder das Brautpaar auf dem Weg zum Traualtar läuft, desto mehr schöne Bilder kann ich von ihnen machen. Natürlich ist es schwer bei der ganzen Vorfreude und Aufregung daran zu denken – deshalb sollte die Braut zum Beispiel es am besten auch demjenigen sagen, der sie dorthin begleitet. Das Mantra lautet: Langsame Schritte, nicht auf den Boden schauen und die Fotografin/den Fotograf einfach nicht beachten – am besten auch nicht in die Kamera schauen, sondern zu den Gästen oder zu dem/der Liebsten/Liebsten!

4)      Viel werfen

Wenn Freunde und Familie vor dem Standesamt oder der Kirche Streudeko werfen möchten, immer unbedingt „Ja“ dazu sagen! Am besten gibt das Brautpaar den Tipp weiter, besonders viel Material mitzubringen. Eine Handvoll Konfetti ist schön, aber auch ganz schnell wieder weg. Visuell besonders schön sehen auf den Bildern ein Konfetti-Regen oder ein Seifenblasen-Meer aus, aber auch Blumenblätter und Reis gehen. Hier nur vorher erkundigen, ob das vor Ort erlaubt ist, da gibt es Unterschiede im Reglement. Wenn etwas geworfen wird, wäre es gut, wenn die Trauzeugin zum Beispiel sich eine kleine Pinzette mitbringt, um der Braut evtl. Konfetti oder Reis vorsichtig aus der Frisur zu ziehen. Sonst trägt die Braut am Ende in jedem Bild „Konfetti“.

5 ) Gruppenfotos

Bei Gruppenfotos haben schon viele Paare sehr viel Zeit verloren. Vierer- und Sechser-Grüppchen und dann noch ein Foto mit allen: Das kostet viel Zeit. Gut ist, wenn das Paar sich vorher genau überlegt, mit wem es gerne Gruppenfotos hätte. Diese Liste geben sie am besten ihrem Fotografen, so dass dieser sie konzentriert durchgehen kann. Dann passiert es auch nicht, dass hier und da noch jemand sagt „und jetzt noch mit Tante Anne und Onkel Gerd und, und, und“. Das Gruppenbild mit allen ist ein sehr großer zeitlicher Aufwand und bei 70 oder mehr Personen erkennt man am Ende doch nicht jeden. Gruppenbilder empfehle ich daher nur bedingt. Wenn das Herz des Paares aber daran hängt, würde ich empfehlen, das Gruppenbild vorher anzukündigen und zu einem Zeitpunkt einzuplanen, wo alle schon ihre Taschen und Mäntel abgelegt haben und vielleicht gerade den Ort wechseln. Zum Beispiel kurz bevor es vom Sektempfang zum Essen geht. Da müssen sich ohnehin alle bewegen und man reißt niemand aus der Feier oder aus einem Gespräch heraus. Die Gruppenbilder sollten auf jeden Fall bei Tageslicht gemacht werden.

Tipps von Hanna Witte - Hochzeitsreportagen Köln

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